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Corona

Ergänzende Informationen von Roche zur Fortfühung der Studien, 23. März 2020
 
Info von Roche - Durchführung der klinischen Studien zu Zeiten von Covid-19
Heute erhielten wir die Information, dass die klinischen Studien von Roche weltweit fortgeführt werden - sofern die lokalen Vorgaben dies zulassen. Derzeit besteht kein Engpass in der Lieferkette / Logistik der Wirkstoffbereitstellung.
Die Patientensicherheit hat dabei höchste Priorität. Roche ist im Austausch mit den Prüfzentren und bewertet die Situation regelmäßig neu.
Bei Fragen können sich Studienteilnehmer direkt an ihr Prüfzentrum wenden, um die individuelle Situation zu besprechen.  
Auch wir als DHH sind für Sie da. Melden Sie sich gerne auch bei uns, Tel. 0203/22915.
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Covid-19 durch Coronavirus und Huntington-Krankheit
 
Die Nachrichten überschlagen sich: das sich weltweit ausbreitende Coronavirus (auch „SARS-CoV-2“ = „Severe Acute Respiratory Syndrome-Coronavirus 2“ genannt) hält uns alle im Bann. Infiziert man sich mit dem Coronavirus, so kommt es nach einer Zeit (von einigen Tagen bis ca. zwei Wochen) zu einer Entzündung der Atemwege und Lunge, verbunden mit trockenem Husten, Fieber und Gelenkschmerzen.
 
Die Erkrankung wird „Covid-19“ (Coronavirus Disease aus dem Jahr 2019) genannt. Es gibt sehr milde Verlaufsformen. Aber vor allem bei älteren Menschen und Patienten mit Vorerkrankungen werden häufiger auch sehr schwere Formen beobachtet, die die Lunge so in ihrer Funktion beeinträchtigen, dass Patienten auf einer Intensivstation maschinell beatmet werden müssen. Leider versterben trotz optimaler medizinscher Versorgung einige dieser Patienten.
 
Nach bisherigen Erkenntnissen wird das Coronavirus in erster Linie durch eine sogenannte „Tröpfcheninfektion“ übertragen. Dies geschieht in der Regel durch Husten oder wenn Speichel über Hände oder Oberflächen auf andere Menschen übertragen wird. Direkter Körperkontakt, z. B. durch Händeschütteln oder Umarmungen, sollte vermieden werden. Ausreichend Abstand zu anderen verhindert die Übertragung des Virus. Auch an Oberflächen wie Klinken oder Schaltern kann man den Virus über die Hände, z.B. in den Mund aufnehmen. Regelmäßiges Händewaschen mit Seife ist also wichtig.
 
Bitte informieren Sie sich über die aktuellen Anweisungen der Behörden, um der Verbreitung des Virus entgegenzuwirken. Zu empfehlen ist z.B. die Website des Robert-Koch-Instituts – https://www.rki.de/.
 
Gefährdet das Coronavirus speziell Huntington-Patienten?
Wenn es auch bisher keine zuverlässigen Daten für Covid-19 und die Huntington-Krankheit gibt, so muss doch davon ausgegangen werden, dass eine Infektion mit dem Coronavirus ein erhöhtes Risiko für einige Huntington-Patienten darstellt, vor allem in fortgeschrittenen Stadien. Es sollte daher besonders darauf geachtet werden, dass Infektionsrisiken für die Patienten reduziert werden.
 
Die jeweils aktuellen Empfehlungen zur Reduktion des Kontakts mit anderen Personen sollten streng befolgt werden. Die verkündeten Maßnahmen beinhalten auch reduzierten Zugang zu Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern, um eine Infektion der dortigen Patienten mit höheren Risiken zu vermeiden. Unnötige ambulante oder stationäre Aufenthalte in Kliniken sollten vermieden werden. Eine Empfehlung der “International Parkinson and Movement Disorders Society“ finden Sie hier: https://www.movementdisorders.org/COVID-19-Pandemic-MDS.htm.
 
Sollten Sie aktuell an einer Studie teilnehmen, wenden Sie sich bitte ggf. an Ihr Studienzentrum, um das weitere Vorgehen abzuklären. Weitere Informationen werden ggf. auf der Webpage der DHH veröffentlicht werden.     
 
 
Verfasser: Dr. Ralf Reilmann
 
 
Termine der DHH
Von der Anordnung zur Reduzierung sozialer Kontakte aufgrund der Corona-Pandemie sind auch die Treffen der Selbsthilfegruppen betroffen. Daher erkundigen Sie sich bitte telefonisch bei den Ansprechpersonen unserer Selbsthilfegruppen, ob die Treffen stattfinden.